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Mittwoch, 21. Juli 2004
(4) Disraelis: Terror Überlebende der israelischen Armee besuchen deutsche Freunde
Vor zwei Jahren hat Ilan Brunner das Projekt DISRAELIS („Disabled Israelis“) ins Leben gerufen, um jungen israelischen Frauen und Männern, die während ihres Militärdienstes durch Terrorattentate verwundet wurden, die Möglichkeit zu geben, Organisationen und Einzelpersonen im Ausland zu besuchen. Seitdem besuchten schon über 250 DISRAELIS deutsche Gastfamilien. Das Ziel ist, Verständigung und Freundschaft unter jungen Leuten verschiedener Nationen zu fördern. Nur durch das persönliche Kennenlernen können alte Legenden und Vorurteile, von denen es zwischen Israelis und Deutschen besonders viele gibt, beseitigt werden, sagt Brunner.
Während seiner über 40jährigen Dienstzeit als Armeesprecher konnte Ilan Brunner in Israel zahlreiche deutsche Besucher begrüßen und kam so in Kontakt mit der neuen deutschen Generation. Viele waren sehr an dem Schicksal israelischer Soldaten und dem Staat Israel interessiert. Durch langjährige Beziehungen wurden intensive Verbindungen und Freundschaften aufgebaut. So wurde auch der Gedanke geboren, israelische Menschen, die bei ihrem Militärdienst oder bei Terrorangriffen verwundet wurden, nach Deutschland zu einem Erholungsaufenthalt einzuladen.
Als Überlebender des Holocausts findet Brunner in den Kontakten zu Deutschen die Erfüllung einer Idee vieler Israelis: Verzeihen ja – aber niemals Vergessen. Brunner leitet das Projekt DISRAELIS auf freiwilliger Basis. Zur schnelleren Entwicklung des Projekts ist ein Videofilm in Vorbereitung. Das Projekt wird von Bundeswehreinheiten, dem Verteidigungsministerium in Berlin, der deutschen Botschaft in Tel Aviv u.a. unterstützt. www.disraelis.org Email: bruner@012.net.il
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