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In Israel ist es Pflicht, zum Militär zu gehen. Und wenn man 18 Jahre alt ist, geht man einfach zum Militär. Es ist etwas, worauf alle stolz sind. Doch während dieser Zeit als Soldat muss man das Risiko eingehen, verletzt oder im schlimmsten Fall getötet zu werden.
Wir alle sind dieses Risiko eingegangen und haben beim Militär gedient. Alle von uns sind verletzt worden. Seit diesem Tag habe ich einige Probleme. Nicht jede Nacht, aber doch alle paar Wochen habe ich Schwierigkeiten mit dem Einschlafen. Ich muss euch sagen, in dieser Woche hier in Deutschland, möchte ich immer nur schlafen gehen, weil ich so ruhig schlafe und nicht von dem Gedanken gequält werde, dass am nächsten Tag möglicherweise etwas Schlimmes passiert, wie zum Beispiel ein Attentat oder irgendetwas anderes.
Wenn ich euch so beobachte, fällt mir auf, dass ihr in dieser Woche überhaupt kein Fernsehen geguckt habt. Das einzige, was wir gesehen haben, war das Fußballspiel. Im Grunde war das das wichtigste Ereignis hier. Wir in Israel hingegen kleben förmlich an den Nachrichten. Ohne die geht es nicht. Zumindest bei mir nicht. Diese Woche sind wir nun im Haus der Stille gewesen. Es war sehr ruhig, sehr entspannend. Diese Zeit hat meine Seele gereinigt und auch meine Gedanken. Ich habe sehr viel Energie gewonnen und kehre nun nach Israel zurück mit neuer Stärke, mit neuer Kraft. Ich hatte auch vorher schon Kraft, aber diese Kraft habe ich erste in der Gruppe bekommen.
Und das alles verdanke ich dieser Atmosphäre hier und der Atmosphäre in der Gruppe. Als Menschen, als Individuen ist jeder einzigartig. Und ich spreche von eurer Gruppe, nicht von den Israelis.... Wolfgang und Elke und Reinhard und Esther, alle, und Mirjam und Anita und all die Leute, die wir in diesen Tagen kennengelernt haben. In der Kneipe haben wir sogar einige Typen aus Berlin kennengelernt. Wir haben sie auch glücklich gemacht.
Oded
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