Stanislav

Ich heiße Stas. Ich bin nicht in Israel geboren, wie ihr sehen könnt. Ich lebe dort seit fast fünf Jahren. Deutschland ist für mich nichts neues. Denn ich wurde in Lettland geboren. Ich glaube, keiner war je in dem Land. Dort habe ich bis zu meinem 18. Lebensjahr gelebt. Dann entschied ich mich, nach Israel überzusiedeln. Dort ging ich zur Armee. Und was soll ich sagen, Deutschland erinnert mich an meine Kindheit, vieles sieht dort sehr ähnlich aus, die Natur, die Menschen, auch die Gebäude und die Städte. Mittlerweile bin ich aber ein richtiger israelischer Mann.

Mir gefällt es hier sehr gut, es ist sehr schön. Und wie die anderen schon gesagt haben, hier sind viele lächelnde Menschen.

Was soll ich noch sagen? Ich fühle mich jetzt wie ein Israeli. Und obwohl ich erst seit fünf Jahren dort lebe, vermisse ich mein Land – Israel – bereits und möchte wieder zurück. Hier ist es schön und nett. Und ich entspanne mich. Aber irgendwie kommt es mir vor wie in einem Märchen, nicht real. Ein wenig langweilt es mich auch. Nichts passiert.

Für mein Land, für Israel, würde ich es mir wünschen, wenn jemand sagt: „Jetzt gibt’s Fußball“, und alle sagen „vielleicht werden wir verlieren“ und das scheint hier ein solches Problem zu sein. Solche Probleme wie ihr habt, hätte ich gerne in Israel. Ich hoffe, dass es eines Tages so sein wird. Und ihr bleibt einfach so, wie ihr seid. Ich würde mich freuen, wenn ich euch einmal wiedersehen kann, wenn ich entweder allein oder mit Freunden zu Besuch komme.

Etwas hat mich besonders beeindruckt. Aber ich glaube nicht, dass das von besonderem Interesse ist. Mich haben die Autos beeindruckt. Alle Studenten scheinen hier BMW zu fahren.


© 2003 - dialogfenster - Volker H. Kreis